
Kompetente urologische Betreuung
Unsere Praxis bietet umfassende urologische Leistungen mit höchstem Qualitätsanspruch und individueller Patientenbetreuung.
Vorsorgeuntersuchungen
Regelmäßige urologische Vorsorgeuntersuchungen sind ein entscheidender Bestandteil moderner Medizin.
Sie ermöglichen das frühzeitige Erkennen von bösartigen Erkrankungen, wie Prostatakrebs, Harnblasentumoren oder Nierentumoren – oft noch bevor Beschwerden auftreten. Ebenso können gutartige Veränderungen, wie eine Prostatavergrößerung, Beschwerden beim Wasserlassen oder chronische Entzündungen frühzeitig diagnostiziert und Beschwerden gelindert werden. In meiner Ordination nehme ich mir Zeit für eine gründliche Anamnese, gezielte Untersuchungen und eine verständliche Besprechung der Befunde. So schaffen wir gemeinsam die Grundlage für Ihre langfristige urologische Gesundheit und ein gutes Sicherheitsgefühl.
Nierensteine
Nach einem Nierensteinereignis ist die Nachsorge ein entscheidender Schritt um Rückfälle zu vermeiden. Viele Betroffene wissen nicht, dass Nierensteine häufig wiederkehren – insbesondere, wenn keine gezielte Abklärung und Beratung erfolgt. Die sogenannte Metaphylaxe, also die individuelle Steinprophylaxe, hat das Ziel, erneute Steinbildungen frühzeitig zu verhindern.
In meiner Ordination analysieren wir gemeinsam, welche Risikofaktoren bei Ihnen bestehen: Dazu zählen unter anderem Ernährungsgewohnheiten, Trinkverhalten, aber auch bestimmte Grunderkrankungen oder eine familiäre Veranlagung. Mithilfe von Harnanalysen, Blutuntersuchungen und ggf. einer erweiterten Steinanalyse kann das individuelle Steinrisiko genau beurteilt werden.
Darauf aufbauend erhalten Sie eine klare, alltagstaugliche Empfehlung, wie Sie mit einfachen Maßnahmen Ihre Rückfallgefahr deutlich senken können – sei es durch gezielte Trinkmengensteuerung, Ernährungsanpassung oder medikamentöse Unterstützung. In regelmäßigen Kontrolluntersuchungen begleite ich Sie dabei, Ihre Nierengesundheit langfristig im Blick zu behalten.
So wird aus der Einmalerkrankung keine dauerhafte Belastung – sondern ein Impuls zur aktiven Gesundheitsvorsorge.
Potenzstörungen
Potenzstörungen – medizinisch als erektile Dysfunktion bezeichnet – sind häufig und können in jedem Lebensalter auftreten. Viele Männer sprechen aus Scham nicht darüber, obwohl es sich in vielen Fällen um ein behandelbares Symptom handelt – und nicht um ein unausweichliches Altersproblem.
Eine Erektionsstörung kann Hinweis auf körperliche Ursachen, wie Durchblutungsstörungen, hormonelle Veränderungen (z. B. Testosteronmangel), neurologische Erkrankungen oder die Folge bestimmter Medikamente sein. Ebenso spielen psychische Faktoren, Partnerschaftsprobleme oder Stress eine Rolle – oft wirkt beides zusammen.
In meiner Ordination biete ich eine diskrete und strukturierte Abklärung an, die individuell auf Ihre Situation abgestimmt ist. Dazu gehören eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung, Hormonanalysen und – falls sinnvoll – weiterführende Diagnostik.
Gemeinsam finden wir einen Weg, der zu Ihnen passt – sei es durch medikamentöse Unterstützung, gezielte Lebensstilveränderungen oder die Behandlung möglicher Grunderkrankungen. Ziel ist immer: Mehr Sicherheit, ein besseres Körpergefühl und die Rückkehr zu einer erfüllten Sexualität.
Testosteronmangel
Ein sinkender Testosteronspiegel kann ein natürlicher Teil des Alterungsprozesses sein. Bei manchen Männern ist dieser Rückgang jedoch stärker ausgeprägt und führt zu spürbaren Beschwerden: Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, abnehmende Libido oder Potenzprobleme können Hinweise auf einen klinisch relevanten Testosteronmangel sein – auch als „Aging Male“ oder Late-Onset-Hypogonadismus bezeichnet.
Oft werden diese Symptome nicht erkannt oder als „normal“ abgetan. Dabei lässt sich ein Mangel an Testosteron objektiv messen und bei entsprechender Ausprägung gezielt behandeln. Entscheidend ist nicht nur einen Laborwert zu betrachten, sondern die Beschwerden im Gesamtkontext zu verstehen.
In meiner Ordination erfolgt eine strukturierte Abklärung mittels Hormonbestimmung sowie eine individuelle Beurteilung Ihrer Lebenssituation und möglicher Begleiterkrankungen. Liegt tatsächlich ein behandlungsbedürftiger Mangel vor, besprechen wir gemeinsam sinnvolle Therapieoptionen – z. B. in Form einer gut verträglichen Testosteronersatztherapie.
Ziel ist es Lebensqualität, körperliches Wohlbefinden und Sexualfunktion nachhaltig zu verbessern – ohne unnötige Risiken einzugehen.
Vasektomie
Die Vasektomie ist eine einfache, effektive und dauerhafte Methode zur Empfängnisverhütung beim Mann. Sie eignet sich für Männer, die ihre Familienplanung abgeschlossen haben und ihrer Partnerin eine hormonfreie und belastungsfreie Alternative bieten möchten.
Der Eingriff erfolgt ambulant unter lokaler Betäubung und dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten. Dabei werden die Samenleiter durchtrennt und dauerhaft unterbunden. Die Hodenfunktion bleibt erhalten – ebenso wie der Hormonhaushalt, die Sexualfunktion und das Ejakulatvolumen (abgesehen vom Samenanteil, der nur etwa 5 % ausmacht).
In meiner Ordination bespreche ich mit Ihnen in aller Ruhe alle medizinischen und persönlichen Aspekte des Eingriffs. Eine sorgfältige Beratung, die Berücksichtigung Ihrer individuellen Lebenssituation und eine klare Aufklärung über den Ablauf, die Nachkontrollen und die Erfolgskontrolle sind für mich selbstverständlich.
Die Vasektomie gilt als eine der sichersten Verhütungsmethoden. Sie sollte jedoch als dauerhaft angesehen werden – auch wenn eine Rückoperation (Refertilisierung) theoretisch möglich ist, ist sie aufwändig und nicht garantiert erfolgreich. Daher ist eine bewusste Entscheidung besonders wichtig.
Nachsorgeuntersuchungen
Nach einer überstandenen urologischen Erkrankung oder Therapie beginnt ein ebenso wichtiger Abschnitt: die Nachsorge. Sie dient nicht nur dazu einen Rückfall frühzeitig zu erkennen, sondern vor allem auch dazu, Ihre langfristige Gesundheit, Lebensqualität und persönliche Sicherheit zu gewährleisten.
Ob nach einer Tumorerkrankung (z. B. der Prostata, Blase oder Niere), einer Operation oder im Rahmen einer chronischen urologischen Diagnose – die Nachsorge erfolgt nach standardisierten medizinischen Empfehlungen, wird aber immer individuell an Ihre Situation angepasst.
In meiner Ordination führe ich diese Untersuchungen gewissenhaft und strukturiert durch. Dazu gehören je nach Befund:
- regelmäßige Kontrollgespräche und körperliche Untersuchungen
- Ultraschalluntersuchungen von Nieren, Blase und Prostata
- Blutwerte (z. B. PSA) und Harnanalysen
- Schonende Blasenspiegelung mit moderner, digitaler Bildtechnik für präzise Diagnostik
- bildgebende Kontrollen (z.B. CT/MRT)
Ebenso wichtig ist es, mögliche Folgeerscheinungen oder Unsicherheiten im Alltag offen zu besprechen. Nachsorge bedeutet nicht nur Kontrolle – sondern auch Begleitung, Orientierung und Stabilität über die Akutphase hinaus.
Urologische Krebstherapie
Die Behandlung urologischer Tumorerkrankungen erfordert gelegentlich nicht nur eine einmalige Intervention, sondern eine langfristige, verlässliche Begleitung. In manchen Fällen – etwa bei fortgeschrittenem Prostatakrebs, Harnblasentumoren oder Nierenzellkarzinomen – ist eine dauerhafte medikamentöse Therapie notwendig, z. B. in Form einer antihormonellen Behandlung, Immuntherapie oder gezielter medikamentöser Tumorkontrolle.
In meiner Ordination betreue ich Patientinnen und Patienten während dieser Therapiephasen engmaschig und individuell – mit regelmäßigen Verlaufskontrollen, Laborkontrollen, klinischer Beurteilung sowie ausführlicher Beratung zu Wirkung, Nebenwirkungen und Lebensqualität.
Ein zentraler Aspekt ist dabei die Balance zwischen medizinischer Wirksamkeit und Alltagstauglichkeit. Ich unterstütze Sie dabei die Behandlung bestmöglich in Ihr Leben zu integrieren – sachlich, klar und mit Blick auf Ihre persönlichen Prioritäten.
Bei Bedarf erfolgt die enge Abstimmung mit onkologischen Zentren, Strahlentherapien, Radiologien oder Spitalsambulanzen. So entsteht eine Betreuung, die einerseits auf klaren medizinischen Leitlinien basiert – und gleichzeitig Raum für Vertrauen, Kontinuität und individuelle Anpassung lässt.
Blasenspiegelungen
Die Blasenspiegelung (Zystoskopie) ist ein wichtiges diagnostisches Verfahren in der Urologie. Sie ermöglicht die direkte Beurteilung der Harnröhre und Harnblase – etwa bei unklaren Beschwerden, Blut im Urin, häufigen Harnwegsinfekten oder zur Tumornachsorge.
In meiner Ordination führe ich Blasenspiegelungen mit moderner digitaler Endoskopietechnik durch. Dank dünner, flexibler Instrumente erfolgt die Untersuchung schonend, präzise und in ruhiger Atmosphäre. Eine lokale Betäubung des Harnröhrenbereichs sorgt für zusätzlichen Komfort.
Typische Fragestellungen, bei denen eine Blasenspiegelung sinnvoll ist:
- Abklärung von Blut im Urin (Hämaturie)
- Tumornachsorge (z. B. bei Blasenkrebs)
- Abklärung von Reizblasen- oder Infektbeschwerden
- Verdacht auf Harnröhrenengen
- Kontrolle nach Operationen oder Bestrahlung
Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Im Anschluss besprechen wir die Befunde unmittelbar und verständlich. Mir ist wichtig, dass Sie sich gut informiert, sicher und respektvoll begleitet fühlen – gerade bei sensiblen Untersuchungen wie dieser.
Inkontinenz oder Blasenschwäche
Blasenschwäche ist ein weit verbreitetes, oft tabuisiertes Thema – dabei lässt sich Harninkontinenz in vielen Fällen gut behandeln oder deutlich lindern. Betroffen sind nicht nur ältere Menschen, sondern auch Frauen und Männer im mittleren Lebensalter, etwa nach Operationen, Geburten oder als Folge neurologischer oder urologischer Erkrankungen.
Je nach Ursache unterscheidet man verschiedene Formen:
- Belastungsinkontinenz (z. B. bei Husten, Niesen, Bewegung)
- Dranginkontinenz (häufiger, plötzlicher Harndrang)
- Mischformen
- Überlaufinkontinenz (z. B. bei Prostatavergrößerung)
- Neurologische Inkontinenzformen
In meiner Ordination erfolgt eine gezielte, diskrete Abklärung, die unter anderem eine ausführliche Anamnese, eine Harnuntersuchung, Ultraschall und ggf. funktionelle Tests (z. B. Uroflowmetrie) umfasst. Ziel ist es die Art und Ursache Ihrer Inkontinenz zu verstehen, um daraus eine individuell abgestimmte Therapie zu entwickeln.
Diese kann konservativ sein (z. B. Blasentraining, Medikamente, Physiotherapie), aber auch operative Optionen einschließen – in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren, wenn notwendig.
Mir ist wichtig, dass Sie wissen: Blasenschwäche ist kein unausweichliches Schicksal – sondern eine behandelbare urologische Erkrankung, bei der diskrete Hilfe möglich ist.
Prostatavergrößerung – Probleme beim Wasserlassen
Im Laufe des Lebens vergrößert sich bei vielen Männern die Prostata – ein natürlicher, gutartiger Prozess, der jedoch zu spürbaren Beschwerden führen kann. Die sogenannte benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine der häufigsten Ursachen für Miktionsbeschwerden (Probleme beim Wasserlassen) ab dem mittleren Lebensalter.
Typische Beschwerden sind:
- verzögerter Beginn beim Wasserlassen
- abgeschwächter Harnstrahl
- häufiges oder nächtliches Wasserlassen
- Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
- Nachtröpfeln oder plötzlicher Harndrang
In meiner Ordination erfolgt eine genaue Diagnostik und Einschätzung der Beschwerden um die Ursache und das Ausmaß der Veränderungen zu erfassen. Je nach Befund entscheiden wir gemeinsam über das weitere Vorgehen – dieses kann zunächst in einfachen Lebensstilanpassungen bestehen, etwa bei Trinkverhalten oder Medikamenteneinnahme, aber auch in einer medikamentösen Behandlung oder – bei Bedarf – in einer interventionellen oder operativen Therapie in Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren am LKH Feldkirch oder Bregenz.
Ziel ist es Ihre Beschwerden zu lindern, mögliche Komplikationen wie Harnverhalt oder Infekte zu vermeiden und eine Behandlung zu finden, die wirksam, schonend und auf Ihre Lebenssituation abgestimmt ist.
Beratung Krebstherapie
Die Diagnose einer urologischen Krebserkrankung stellt Betroffene oft vor belastende Entscheidungen – sei es beim Prostatakrebs, Harnblasentumor, Nierenkrebs oder Hodentumor. Verschiedene Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung, darunter Operation, Bestrahlung, aktive Überwachung oder medikamentöse Therapie. Umso wichtiger ist es die individuelle Situation fachlich gut einzuordnen und persönliche Prioritäten miteinzubeziehen.
In meiner Ordination biete ich eine strukturierte, unabhängige Beratung zu geplanten Krebstherapien an. Dies kann sowohl eine Zweitmeinung sein als auch die Vor- oder Nachbesprechung eines Spitalsbefundes oder eines onkologischen Therapieplans. Gemeinsam sehen wir uns Ihre Befunde und Optionen genau an – verständlich, ohne Zeitdruck, auf Augenhöhe.
Ziel ist es, dass Sie:
- Ihre Diagnose und alle relevanten medizinischen Fakten verstehen
- den therapeutischen Weg finden, der fachlich sinnvoll und menschlich stimmig ist
- Nebenwirkungen und Alternativen realistisch einschätzen können
- Ihre Entscheidung mit einem guten Gefühl treffen
Auch im weiteren Verlauf einer onkologischen Therapie – z. B. bei medikamentöser Langzeitbehandlung – begleite ich Sie gern weiter: als Ansprechpartner für Verlaufskontrollen, Nebenwirkungsmanagement oder psychosoziale Fragen.
Abklärung Blut im Harn
Blut im Urin – ob sichtbar („Makrohämaturie“) oder nur im Urintest nachweisbar („Mikrohämaturie“) – ist ein häufiges urologisches Warnsignal und sollte ernst genommen und sorgfältig abgeklärt werden. Auch wenn nicht immer eine ernste Ursache vorliegt, kann hinter Blut im Urin eine entzündliche, steinbedingte oder sogar tumoröse Erkrankung stehen.
In meiner Ordination erfolgt eine strukturierte und zeitnahe Abklärung der Hämaturie. Je nach Situation kommen dabei folgende Untersuchungen zum Einsatz:
- ausführliche Anamnese und Urinanalyse
- Ultraschall von Nieren, Harnleitern, Blase und Prostata
- ggf. Blutuntersuchungen
- bei Bedarf: Blasenspiegelung (Zystoskopie) oder weiterführende Bildgebung
Ziel ist es eine mögliche Ursache rasch zu erkennen – oder sicher auszuschließen. Typische Auslöser sind:
- Harnwegsinfekte oder Reizungen
- Harnsteine
- gutartige Prostatavergrößerung
- Gefäßveränderungen oder Medikamente
- selten: Tumoren der Blase, Niere oder Prostata
Mir ist wichtig, dass Sie in dieser oft verunsichernden Situation verlässlich und verständlich betreut werden. Eine rasche Klärung schafft Sicherheit – und wenn notwendig, ermöglichen wir durch gezielte Diagnostik den frühzeitigen Beginn einer Behandlung.
Abklärung PSA-Wert
Der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) ist ein Blutwert, der Hinweise auf Veränderungen im Prostatagewebe geben kann – sowohl bei gutartigen Prozessen als auch bei Prostatakrebs. Ein erhöhter oder im Verlauf ansteigender PSA-Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine Krebserkrankung vorliegt – sollte aber in jedem Fall urologisch abgeklärt werden.
In meiner Ordination biete ich Ihnen eine fundierte und ruhige Bewertung Ihres PSA-Wertes. Ziel ist es, eine sinnvolle Einordnung vorzunehmen und unnötige Beunruhigung zu vermeiden. Gleichzeitig gilt es, bei verdächtigen Befunden keine Zeit zu verlieren.
Zur Abklärung gehören:
- eine genaue Erhebung der Vorgeschichte
- die Beurteilung der PSA-Dynamik (Verlauf, PSA-Dichte, freies PSA)
- eine Tastuntersuchung der Prostata (rektale Untersuchung)
- eine Ultraschalluntersuchung (transabdominal, ggf. rektal)
- ggf. die Empfehlung einer weiterführenden Bildgebung (z. B. multiparametrisches MRT)
- bei entsprechender Indikation: die Einleitung einer gezielten Prostatabiopsie
Wichtig ist: Nicht jeder erhöhte PSA-Wert bedeutet eine bösartige Erkrankung – es können auch Entzündungen, gutartige Vergrößerungen oder andere Einflüsse dahinterstehen. Ich begleite Sie durch die Abklärung mit der nötigen Fachlichkeit, aber auch mit der Ruhe, die es braucht, um gemeinsam gut informierte Entscheidungen zu treffen.
Blaseninstillationen beim Blasenkrebs
Das Urothelkarzinom der Harnblase ist die häufigste Form von Blasenkrebs. In den meisten Fällen handelt es sich um oberflächliche, sogenannte nicht-muskelinvasiven Tumore. Nach der Entfernung (z. B. durch TUR-BT) kann bei erhöhtem Risiko für Rückfälle oder Fortschreiten der Erkrankung eine gezielte Nachbehandlung der Blase erforderlich sein. Zur lokalen Nachbehandlung werden sogenannte Blaseninstillationen eingesetzt. Bei der Entscheidung für eine Blaseninstillation ist es wichtig, die individuelle Situation des Patienten bzw. der Patientin sorgfältig zu berücksichtigen – insbesondere Alter, Begleiterkrankungen, Risikofaktoren und Therapieziel. Nicht jede Form der Nachbehandlung ist für jede Person gleichermaßen geeignet. Ziel ist eine Therapie, die medizinisch sinnvoll ist und zugleich realistische Ziele in Bezug auf Wirkung, Verträglichkeit und Lebensqualität verfolgt. Dabei werden Medikamente direkt über einen Katheter in die Harnblase eingebracht. Zwei bewährte Verfahren sind:
BCG-Instillation (Immuntherapie)
Bei bestimmten Tumorformen – insbesondere mit höherem Rückfallrisiko – wird eine Immuntherapie mit dem BCG-Bakterium durchgeführt.
BCG (Bacillus Calmette-Guérin) aktiviert die körpereigene Immunantwort direkt in der Blase und hilft, verbleibende Tumorzellen zu erkennen und zu bekämpfen.
Die Behandlung erfolgt in mehreren wöchentlichen Sitzungen, häufig ergänzt durch sogenannte Erhaltungsinstillationen.
Mitomycin C (Chemotherapie)
Bei anderen Verlaufsformen oder wenn BCG nicht geeignet ist, kommt Mitomycin C zum Einsatz. Dieses Medikament wirkt nur in der Harnblase (zytotoxisch) und senkt das Risiko für ein Wiederauftreten des Tumors.
Auch hier erfolgt die Therapie in geplanten Behandlungszyklen.
In meiner Ordination führe ich BCG- und Mitomycin-Instillationen und die erforderlichen Nachsorgeuntersuchungen mittels Blasenspiegelung durch. Vor Beginn der Therapie besprechen wir ausführlich den Therapieplan, mögliche Nebenwirkungen und notwendige Verlaufskontrollen. Während der gesamten Behandlung begleite ich Sie engmaschig – medizinisch kompetent und menschlich zugewandt. Ziel ist es, Rückfälle zu verhindern und Ihre Blasengesundheit langfristig zu sichern.
Condylome (Feigwarzen)
Sichere Diagnose und moderne Behandlung
Condylome, auch Feigwarzen genannt, sind gutartige, durch humane Papillomviren (HPV) verursachte Haut- oder Schleimhautveränderungen im Genital- oder Analbereich. Sie sind meist harmlos, sind allerdings anstecken, werden oft als störend oder belastend empfunden und sich ohne Behandlung weiter ausbreiten. Eine frühe und gezielte Behandlung ist sinnvoll, da Condylome nicht nur kosmetisch auffallen, sondern in seltenen Fällen auch mit anderen Gewebeveränderungen durch HPV vergesellschaftet sein können.
Diagnostik – klare Abklärung statt Unsicherheit
In meiner Ordination erfolgt eine gründliche Untersuchung, um das Ausmaß und die Art der Hautveränderung genau zu bestimmen. Bei unklaren oder verdächtigen Befunden kann eine gezielte Biopsie (Probeentnahme) erfolgen, um eine sichere Diagnose zu stellen und andere Veränderungen auszuschließen.
Therapie – individuell und schonend
Neben klassischen Therapien wie lokalen Wirkstoffen (Salben) biete ich in meiner Ordination auch die Kryotherapie (Vereisung) an, mit der die Warzen schmerzarm und effektiv entfernt werden können. Die Wahl der Methode richtet sich nach Größe, Anzahl und Lokalisation der Condylome sowie nach individuellen Faktoren.
Nachsorge und Beratung
Da Condylome durch ein Virus verursacht werden, können sie erneut auftreten. Eine sorgfältige Kontrolle und Beratung, auch im Hinblick auf HPV-Impfung oder Schutzmaßnahmen, ist daher ein wichtiger Bestandteil meiner Betreuung.
Geschlechtskrankheiten
(Sexuell übertragbare Infektionen – STI) Diagnose & Therapie
Sexuell übertragbare Infektionen (STI) können durch Bakterien, Viren oder Parasiten verursacht werden und werden vor allem durch Geschlechtsverkehr übertragen. Häufige Erreger sind u. a. Chlamydien, Gonokokken (Tripper), Treponema pallidum (Syphilis), Herpes-simplex-Viren, Humane Papillomaviren (HPV) und andere.
Da viele Infektionen zunächst nur leichte oder gar keine Beschwerden verursachen, bleiben sie oft unbemerkt und können trotzdem weitergegeben oder Spätfolgen verursachen. Typische Symptome können Brennen beim Wasserlassen, Ausfluss, Haut- oder Schleimhautveränderungen im Genitalbereich, Schmerzen oder Schwellungen sein.
Ich biete eine diskrete, vertrauliche und gezielte Abklärung von Geschlechtskrankheiten an – inklusive moderner Labordiagnostik und individueller Beratung. Bei nachgewiesener Infektion erfolgt eine leitliniengerechte Behandlung, gegebenenfalls auch eine Mitbehandlung von Partnerinnen oder Partnern. Dank moderner PCR-Nachweismethoden sind schmerzhafte Abstriche aus der Harnröhre in vielen Fällen nicht mehr notwendig – oft genügt bereits eine Urinprobe.
Leistungen im Überblick:
- Anamnese und vertrauliches Gespräch
- Untersuchung und Abstrichentnahme, Harnuntersuchung
- ggf. Blutuntersuchungen
- Individuelle Beratung zu Ansteckungswegen und Schutzmöglichkeiten
- Therapie nach aktuellen medizinischen Leitlinien
- Partnerbehandlung
Früherkennung und konsequente Behandlung helfen, gesundheitliche Schäden zu verhindern und die Weiterverbreitung zu stoppen.
